IG Stiller - www.nachtruhe.info
Das Geläut des Münsters, ein metallisches Dröhnen,
… ein Lärm, dass man seine eigenen Gedanken nicht mehr hört, ein Zittern der Luft,
ein klangloses Beben,
ein Geräusch, wie wenn man von einem zu hohen Sprungbrett ins Wasser gesprungen ist,
es macht mich taub, schwindlig, idiotisch.

Max Frisch im Roman "Stiller"
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samuel 20. Juni 2017 - 17:28 
kath. rotkreuz. weder das umweltschutzgesetz noch die lärmschutzverordnung sieht umfragen vor. auch in trogen wurde versucht die kläger mit einer solchen umfrage einzuschüchtern. auch wenn sich 90 % gegen eine veränderung ausgesprochen haben - vergeblich. heute ist der glockenlärm um 10 dezibel verringert. zudem wurde auf die nächtlichen viertelstundenschläge und das morgenläuten am wochende verzichtet.

samuel 20. Juni 2017 - 17:14 
tatjana. eine klage lohnt sich wahrscheinlich. hier haben wir das vorgehen beschrieben: http://www.nachtruhe.info/was-tun-gegen-kirchenglocken-laerm.xhtml

ans van lith 12. Juni 2017 - 09:12 
es ist nicht zum Aushalten hier! In Rome ist es ruhiger wie in Rotkreuz!
Die Umfrage war wertlos.
Man hätte nur die Personen fragen sollen die in der Nähe der Kirche wohnen, nicht diejenigen die die Glocken kaum oder gar nicht hören.
In einer Umfrage wird gefragt:
gefällt ihnen das Gemälde Sonnenblumen von Vincent van Gogh ja/nein.
Was antwortet ein Blinder?
Die Befragten sollen sehen können!
dass die Kirchglocken die Gesundheit schädigt hat eine Untersuchung von ETH und Empa bewiesen. Ab 30 bis 40 Dezibel (dB) Lärm wird ein Mensch verstärkt aufgeweckt. Bisher waren Behörden und Richter davon ausgegangen, dass erst ab 60 dB mit Aufwachreaktionen zu rechnen sei. Man hat den nächtlichen Stundenschlag bisher unterschätzt.
"...auch wer den Lärm 'nicht hört', wem er seiner Überzeugung nach 'nichts ausmacht', der wird, wie sich aus Experimenten zeigt, ungünstig beeinflusst..." Laermliga.ch

Tatjana 12. Juni 2017 - 09:00 
Ich bin letzten Samstag nach Basel gleich neben eine Kirche gezogen. Ich dachte das ginge schon weil sie ja in der Nacht nicht läutet. Aber da habe ich mich geirrt. Ich bin nun einfach um 0600 Uhr wach- nämlich sobald sie das erste Mal läutet. Was mich weiter auch ziemlich nervt ist der viertelstundentakt des läutens. Ich frage mich echt- reicht es nicht die Stunde anzugeben?!? Das Geläute viertelstündlich hat ja nicht einmal einen religiösen Hintergrund (wir alle haben heute Uhren und brauchen diese Zeitmessung nicht mehr)

Meine Frage nun - was kann ich tun um dagegenvorzugehen- und lohnt es sich überhaupt oder ist wieder wegziehen die einfachere Möglichkeit.

Vielen Dank für Ihr Feedback.

LG Tatjana Helfer

Kath. Kirche Rotkreuz 08. Juni 2017 - 15:10 
Ein Drittel der Befragten stört sich ab dem nächtlichen Glockenschlag, die Kirche sieht dennoch kein Handlungsbedarf.

Die Kirchenglocken sollen weiter läuten

Die Bevölkerung empfindet das Glockengeläut der Katholischen Pfarrkirche in Rotkreuz
mehrheitlich nicht als störend, auch nicht während der Nacht. Zu diesem Ergebnis kommt
die repräsentative Umfrage, die der Kirchenrat in Auftrag gab. Er hat deshalb entschieden,
die Glocken so wie bisher läuten zu lassen.
Am 6. März 2017 startete die Befragung zum Glockengeläut bei 3‘000 Personen aus
Rotkreuz, die älter als 16 Jahre sind. Anlass waren Beschwerden in denen der Glockenschlag
als störend bezeichnet wurde. Dazu Kirchenratspräsidentin Margrith Hammer: «Wir wollten
uns beim Entscheid, ob Massnahmen erforderlich sind, an der Wahrnehmung der
Bevölkerung orientieren».
Zwei Drittel für nächtlichen Glockenschlag
Die rund 1'500 Antworten, die dem Link Institut Luzern zur Verfügung standen, zeigen ein
durch alle Altersgruppen abgestütztes, klares und repräsentatives Bild (siehe Grafik). Zwei
Drittel der Bevölkerung in Rotkreuz stört sich weder am Tag zwischen 06.00 Uhr und 21.45
Uhr noch in der Nacht zwischen 22.00 Uhr und 05.45 Uhr am Läuten und Schlagen der
Glocken. Rund ein Drittel der befragten Personen stören sich am Glockenschlag während der
Nacht.

Auf die Frage nach dem künftigen Zeitpunkt des Morgengeläuts empfinden 51 % der
befragten Personen das Morgengeläut um 06.00 Uhr als richtig.
Weder reduzieren noch abschalten
Bei der Frage an die Bevölkerung betreffend der vom Kirchenrat diskutierten allfälligen
Massnahmen: „permanente Reduktion Lautstärke allgemein“ und „abschalten
Glockenschläge während Nachtstunden“ werden beide Vorschläge von zwei Drittel der
Befragten akzeptiert.
Margrith Hammer: «Auf Basis des Ergebnisses, welches ein deutliches Bild zeichnet, hat der
Kirchenrat nach eingehendem Beraten und Abwägen entschieden, zum jetzigen Zeitpunkt
am Glockengeläut und am Glockenschlag der Katholischen Kirche in Rotkreuz keine
Massnahmen zu treffen.»
Der Kirchenrat bedankt sich bei der Bevölkerung von Rotkreuz für die sehr gute Beteiligung
an der schriftlichen Umfrage, die mit einem Rücklauf von 50 Prozent als hoch bezeichnet
werden darf.


 
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